Vor ganz vielen Jahren waren wir mal auf einer Züchterreise mit dem Bus unterwegs. Da lief ein Video von einem Rappscheck-Hengst von Roetgen. Alfskjoni. Ein Winter-Video: Alfskjoni töltet eine Wiese im Schnee runter, rutscht, springt um und trabt weg wie ein Friese. Da war mit klar: von diesem Hengst will ich ein Fohlen!
Snugg war im besten Alter, also ging sie zu Alfskjoni. 1997 kam Snotra zur Welt. Inzwischen hatten wir uns koppelmäßig selbständig gemacht und waren Selbstversorger. Snotra war das erste Fohlen, mit dem Gestütsnamen "vom Feuersee" das bei uns das Licht der Welt erblickt hat. Vom ersten Tag an war sie zutraulich. Im Herbst haben wir eine Fohlentaufe gefeiert. Snotra mutig mittendrin. Nach dem Absetzen durfte sie einen Sommer auf dem Feldberg in der Mädelsherde verbringen.
Mit 2 oder 3 Jahren hatte ich sie gemeinsam mit ihrer Mutter Snugg bei einem Zirkus-Kurs mit dabei. Irgendwann lief sie alleine los Richtung Podest – stieg schräg hoch, rutschte runter und hat erst mal zornig nach einem Großpferd ausgeschlagen, das halt im Weg stand. Dann richtig hoch aufs Podest – groß gemacht und nach ihrem Leckerlie gefragt. Kompliment und spanischen Gruß hat sie gelernt.
Vierjährig ging sie einen Sommer als Handpferd und wurde dann eingeritten. Beim Frauenritt in Calmbach lief sie 5jährig 2 Tage als Handpferd mit und war ab da wanderritttauglich. Auch Snotra war bei Spaßritten, Wanderritten, usw. mit dabei.
Sie hatte bei uns 3 Fohlen: Flugsvinn vom Feuersee 2006 (V: Leiftri von Roetgen), 2008 Fenrir vom Feuersee (Einar von Roetgen). Im Frühjahr 2011 hatte sie eine Sehnenverletzung. Nach 3 Monaten Stehpause, ging sie zu Kvistur frá Ólafsvöllum. 2012 wurde ihr letztes Fohlen – Fjölvar vom Feuersee geboren. Nach dem Absetzen von Fjölvar hab ich sie wieder antrainiert und wir waren auch wieder bei Wanderritten mit dabei. Als 2013 Flugsvinn und Vinkona ein Fohlen hatten, war Snotra total aus dem Häuschen und wollte auch eines haben. Nachdem Vinkonas Sohn Nóri eh mal bei seiner Mutter und mal bei Flugsvinn getrunken hat, hatte Snotra recht schnell auch Milch und wurde Nóris Tante.
2014 hatten wir eindeutig zu viele Pferde. Snotra hat über Mundpropaganda eine so tolle neue Besitzerin gefunden, daß wir sie gehen ließen. Ein Jahr später war ich mit Fenrir beim gleichen Kurs wie Snotra. Ich hab ihr gepfiffen und sie hat mich ignoriert. Im ersten Moment nicht schön, aber im 2. Moment, doch ein Geschenk: Ihre neue Besitzerin ist ihre Nummer 1, sie ist bei ihr angekommen.
Am Freitag den 10. April wurde Snotra über die Regenbogenbrücke entlassen. Es war aufgrund einiger Baustellen leider einfach an der Zeit.